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Meine künstlerische Arbeit ist von dem Gedanken der ständigen Wandlung durchdrungen. Das Sein vollzieht sich in einer Bewegung zwischen Werden und Vergehen, zwischen Materie und Bewusstsein, zwischen dem Einzelnen und dem Ganzen. Was als voneinander getrennt erscheint, ist lediglich eine vorübergehend abgegrenzte Erscheinungsform eines einzigen Geschehens.
Das Objekt soll den Betrachter dazu anregen, über diese Phänomene nachzudenken und in ihm das Bedürfnis nach Fragen und der anschließenden Suche nach Antworten wecken.
So wie die ursprüngliche Idee eines Werkes durch äußere Impulse allmählich geformt wird, erhält auch die Materie, aus der das Werk entsteht, ihre Gestalt durch die ursprüngliche Intention, den Einfluss der Umgebung und die Wirkung des Feuers im Laufe der Zeit.
Das Material verwandelt sich in ein Objekt, das Objekt in eine Erfahrung und die Erfahrung in eine persönliche Bedeutung. Nichts bleibt vollkommen gleich. Jeder Mensch begegnet einem Werk von einem anderen Ausgangspunkt aus und bringt seine eigenen Erlebnisse, Erinnerungen und seine individuelle Art der Wahrnehmung mit.
Kunst ermöglicht es, einen Schritt von der Welt, die uns umgibt, zurückzutreten und den Blick auf die tieferen Schichten der eigenen Existenz zu richten.
